Der tabellarische Lebenslauf als Teil Ihrer Bewerbung ist ein wichtiges Dokument, dem Sie genauso viel Aufmerksamkeit schenken sollten wie dem Anschreiben. Denn der Lebenslauf prägt den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung immens. Ein übersichtliches und einheitliches Erscheinungsbild sowie eine lückenlose Darstellung Ihres Werdegangs entscheiden nicht selten über Erfolg oder Misserfolg einer Bewerbung.

Struktur und Layout: Übersichtlichkeit, Einheitlichkeit und individueller Stil gewinnen

Das Layout, das sich in Deutschland zur Darstellung des Lebenslaufs durchgesetzt hat, ist der tabellarische Lebenslauf: Auf der linken Seite werden Zeitangaben gemacht, während auf der rechten Seite des Dokuments die Stationen des eigenen Werdegangs genannt werden. Bei den Zeitangaben ist zu beachten, dass diese auf den Monat genau sind. Gängig ist das Format „01/2012 – 02/2013“. Die jeweiligen Stationen sollten unter folgenden Punkten zusammengefasst werden:

  • Persönliche Daten
  • Werdegang und Berufserfahrung
  • Ausbildung
  • Besondere Qualifikationen
  • Interessen

Diese Punkte sollten übersichtlich dargestellt werden, keinesfalls dürfen sie gequetscht oder achtlos zusammengestellt wirken. Achten Sie daher unbedingt auf ein einheitliches Erscheinungsbild. Wenn ihr Lebenslauf einen sorgfältigen Eindruck macht, vermitteln Sie Ihrem potentiellen Arbeitgeber, dass Sie eine sorgfältige Arbeitsweise pflegen und heimsen hier nebenbei schon erste Pluspunkte ein.

Inhalt: Was ist wichtig, was irrelevant und was ein grober Fauxpas?

Zu den persönlichen Angaben, die gemacht werden müssen, zählen der vollständige Name, der Geburtstag und der Geburtsort, die aktuelle Anschrift, der Familienstand und die Staatsangehörigkeit. Angaben zur Familie oder zur Professionen gehören dagegen auf gar keinen Fall in den Lebenslauf, sondern stellen einen Kardinalfehler dar. Auch die Konfession ist üblicherweise nicht Teil des tabellarischen Lebenslaufs, es sei denn, diese spielt für die angestrebte Tätigkeit eine Rolle.

Listen Sie zur Darstellung des beruflichen Werdegangs jede berufliche Station auf, und nennen Sie außerdem unbedingt zu jeder Station den Arbeitgeber, Ort und Ihre Position. Außerdem sollten Sie stichwortartig die Tätigkeiten beschreiben, mit der Sie betraut wurden. Halten Sie sich hier allerdings knapp, denn zu viele Informationen machen den Lebenslauf unübersichtlich. Die Auflistung der Stationen muss chronologisch geordnet sein. Hier hat sich die umgekehrte Reihenfolge etabliert, sie ist aber nicht zwingend notwendig. Wichtig ist, dass die zeitliche Sortierung konsequent durchgezogen wird. Wehr- oder Ersatzwehrdienst sind übrigens auch Teil der Ausbildung und dürfen hier nicht vergessen werden.

Wenn Sie über besondere Qualifikationen verfügen, müssen Sie diese im tabellarischen Lebenslauf gesondert auflisten und dürfen diese nicht zu den Informationen in den Bereich Ausbildung integrieren. Zu den besonderen Qualifikationen gehören beispielsweise Weiterbildungen, Fremdsprachen sowie andere Kenntnisse und Fähigkeiten. Achten Sie allerdings darauf, dass diese Kenntnisse und Fähigkeiten auch für die angestrebte Position relevant sind.

Der letzte Punkt Ihres Lebenslaufs sind Ihre persönlichen Interessen. Neben Ihren Hobbys sollten hier auch Mitgliedschaften in Vereinen oder Ehrenämter aufgelistet werden, sofern Sie diese vorweisen können. Auch wichtige persönliche Eigenschaften dürfen Sie hier nennen, allerdings sollten Sie sich auf jene beschränken, die für den potentiellen Arbeitgeber interessant sind.

Sonstiges, das Sie unbedingt beachten sollten

Neben einem einheitlichen Erscheinungsbild muss Ihr Lebenslauf unbedingt vollständig sein. Das bedeutet, dass keine Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn ausgelassen werden dürfen. Ein Lebenslauf muss lückenlos sein. Darüber hinaus dürfen ein ordentliches Lichtbild auf der ersten Seite des Lebenslaufs sowie Datum und Unterschrift keinesfalls fehlen. Mit der Unterschrift wird Ihr Lebenslauf außerdem zu einem offiziellen Dokument, weshalb alle Angaben unbedingt korrekt sein müssen.