Strom kommt aus der Steckdose – Tag und Nacht. Deutschland ist eines der Länder mit der sichersten Stromversorgung weltweit und Ausfälle sind wirklich selten. Über 1.000 Kraftwerke sorgen für die kontinuierliche Stromversorgung. Damit alles reibungslos verläuft, kontrollieren Kraftwerker ständig die Leistungsdaten an den Leitständen der Kraftwerke. Für diesen Beruf benötigt man eine hochwertige Ausbildung.

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Weiterbildung erforderlich

Kraftwerker ist kein Erstausbildungsberuf, Interessenten benötigen zuvor eine abgeschlossene Ausbildung. Theoretisch eignen sich alle Abschlüsse aus Elektro- und Metallberufen. Bevorzugt würden aber Industriemechaniker, Mechatroniker und Anlagenelektroniker. Eine vorherige Tätigkeit in einem Kraftwerk ist ebenfalls notwendig. Zusätzlich sollten Interessenten über weitgehende Kenntnisse und Physik und Mathematik verfügen.

Ablauf der Ausbildung als Kraftwerker

Die Weiterbildung zum Kraftwerker erfolgt grob in zwei Abschnitten. Im ersten, etwa vier Monate dauernden Teil, findet eine rein schulische Ausbildung in Vollzeit statt. Unterrichtet werden unter anderem Chemie, Physik und Umweltschutz. Zusätzlich machen angehende Kraftwerker Übungen an Simulatoren und im Labor. Ähnlich wie bei Flugsimulatoren wird dort der Kraftwerksbetrieb an einem der Leitstände simuliert. Dieser erste Teil endet mit einer Abschlussprüfung. Mit Bestehen der Prüfung ist der erste Ausbildungsteil abgeschlossen und der angehende Kraftwerker erhält ein Examen in Kraftwerktechnik.

27 Monate Praktikum

Um die Prüfung im zweiten Teil ablegen zu dürfen, muss der Kraftwerker eine einjährige Berufspraxis und ein Praktikum über insgesamt 27 Monate nachweisen. Im Praktikum werden die theoretischen Inhalte weiter vertieft und in der Praxis umgesetzt. Ein wichtiger Teil des Praktikums ist der Umgang mit Störfällen und die Fehleranalyse in den verschiedenen Bereichen der Kraftwerktechnik.

Die Kosten für die Weiterbildung zum Kraftwerker sind hoch. Für die Kurse müssen mehr als 10.000 € aufgewendet werden. In der Regel werden die Kosten aber vom Arbeitgeber des jeweiligen Auszubildenden übernommen. Während des theoretischen Unterrichts werden die Mitarbeiter freigestellt und erhalten weiterhin das volle Gehalt.

Bestanden – und dann?

Ausgebildete Kraftwerker arbeiten vor allem an den Leitständen der Kraftwerke. Sie sorgen für einen reibungslosen Betrieb des Kraftwerks und überprüfen die einzelnen Leistungsdaten der Komponenten. Im Störungsfall sind sie besonders gefordert, dann gilt es, möglichst schnell eine Lösung zu finden und den normalen Betrieb wiederherzustellen.

Nach erfolgter Weiterbildung sind die Chancen für einen vergleichsweise gut bezahlten Job extrem hoch. Durchschnittlich lassen sich weniger als 300 Personen pro Jahr zum Kraftwerker ausbilden, die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften ist weiterhin sehr hoch. Je nach Verantwortung, Einsatzort und vorhandener Berufserfahrung verdienen Kraftwerker zwischen 2.500 € und 4.600 € monatlich.
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