Arbeitnehmerüberlassung

Arbeitnehmerüberlassung ist einer von vielen Begriffen, der die gewerbsmäßige Überlassung von Mitarbeitern gegen Entgelt an Drittunternehmen beschreibt. Andere Begriffe sind Leiharbeit, Zeitarbeit, Mitarbeiterüberlassung oder Personalleasing. Jedoch kann nicht jeder Arbeitgeber nach Bedarf Mitarbeiter an andere überlassen oder ausleihen. Die Arbeitnehmerüberlassung ist nur Personaldienstleistern gestattet und wird durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt.

Arbeitnehmerüberlassung – das ungewöhnliche Verhältnis der Beteiligten

Das spannende an der Arbeitnehmerüberlassung ist das Verhältnis, in dem Personaldienstleister, Leiharbeitnehmer und Drittunternehmen stehen. Während Arbeitgeber und Arbeitnehmer üblicherweise in einem Verhältnis stehen, dass nur von diesen beiden Parteien bestimmt wird, kommt bei der Arbeitnehmerüberlassung eine dritte Partei hinzu. Diese ist das Kundenunternehmen, das Mitarbeiter bei dem Personaldienstleister ausleiht. Hieraus ergibt sich eine Dreiecksbeziehung zwischen Personaldienstleister, Leiharbeiter und Kundenunternehmen. Diese Dreiecksbeziehung sieht folgendermaßen aus: Der Leiharbeitnehmer ist vertraglich bei dem Personaldienstleister angestellt und wird auch von diesem vergütet. Die Arbeitnehmerüberlassung erfolgt auf der der Basis eines Überlassungsvertrags zwischen dem Personaldienstleister und den Entleiher. Mit der Arbeitnehmerüberlassung arbeitet der Leiharbeitnehmer für den Entleiher, auf den gewisse Teile der Rechten und Pflichten des Arbeitgebers übergehen, bleibt aber Arbeitnehmer des jeweiligen Verleihers.

Die gesetzliche Regelung der Arbeitnehmerüberlassung

Eine gesetzliche Regelung für die Arbeitnehmerüberlassung gibt es bereits seit 1972 mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Dieses bietet eine rechtliche Grundlage für die Arbeitnehmerüberlassung, die die Interessen aller an der Zeitarbeit beteiligten Parteien berücksichtigt. 2004 wurde diese Regelung jedoch durch das Inkrafttreten des Ersten Gesetzes für modere Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und der Integration des Gleichstellungsgrundsatzes in das Gesetz reformiert. Damit hat der Leiharbeitnehmer auch im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung nach dem geltenden Gesetz die gleichen Rechte und Pflichten wie Personen in jedem anderen Beschäftigungsverhältnis. Mit diesem neuen Gesetz wurden auch die Tarifverträge entwickelt, mit denen seriöse Personaldienstleister das Verhältnis zwischen ihnen und ihren Mitarbeitern zusätzlich regeln. Allerdings können hier ganz unterschiedliche Tarifverträge zum Einsatz kommen. Die Staffxperts GmbH hat sich wie zahlreiche andere Personaldienstleister dem BZA/DGB angeschlossen. Hierbei handelt es sich um den Tarifvertrag zwischen dem Bundesverband Zeitarbeit Personaldienstleistungen e.V. (BZA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Dieser Vertrag gewährleistet faire Konditionen für die Arbeitnehmerüberlassung.

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