EEG – Das Gesetz

Die Abkürzung EEG steht für das in Deutschland geltende Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien. Üblicherweise wird auch lediglich der Kurztitel „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ verwendet. Das Gesetz wurde in seiner ursprünglichen Fassung am 29. März 2000 erlassen und trat im April desselben Jahres in Kraft. Seither regelt es die Höhe des Anteils des Stroms im öffentlichen Stromnetz, der aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen wird. Hierzu verpflichtet es Netzbetreiber zu der Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien, vergütet die Erzeuger für die Einspeisung des Stroms ins Versorgungsnetz und unterstützt damit den Betrieb bestehender und den Bau neuer Anlagen.

Ziele des EEG

Aktuell liegt der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromnetz dank des Ausbaus von Photovoltaik- und Biogasanlagen in der Stromerzeugung bereits bei etwa 25 %. Ziel laut EEG ist es, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 auf 35 %, bis zum Jahr 2030 auf 50 %, bis zum Jahr 2040 auf 65 % und bis zum Jahr 2050 auf 80 % zu erhöhen. Um dieses Vorhaben realisieren zu können, wurden im EEG zwei wichtige Grundsätze verankert: Zum einen wurden die Netzbetreiber dazu verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien bevorzugt in das öffentliche Netz einzuspeisen. Zum anderen wurden Vergütungssätze für diesen eingespeisten Strom festgelegt.

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Was ist die EEG – Umlage?
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Die Entwicklung des EEG

Das Gesetz entstand im Zuge der Energiewende und wurde mit dem Ziel verabschiedet, die Entwicklung von Technologien für die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien voranzutreiben sowie eine nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen und damit gleichzeitig sowohl die fossilen Energieressourcen zu schonen, als auch die Kosten der Energieversorgung langfristig zu verringern. Vorgänger des EEG war das bereits in den 90er Jahren verabschiedete Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz, das vor allem unter der Abkürzung „Stromeinspeisungsgesetz“ bekannt war. Schon dieser Vorläufer verpflichtete Netzbetreiber zu einer Abnahme von Strom aus erneuerbaren Ressourcen und sicherte im Gegenzug den Erzeugern die Vergütung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das Versorgungsnetz. Mit dem EEG wurde das vorläufige Gesetz überholt und angepasst sowie um eine Degression erweitert. Durch die jährliche Senkung der Vergütungssätze sollte ein Anreiz geschaffen werden, damit immer effizientere Anlagen hinsichtlich der Stromerzeugung und der Kosten entwickelt werden, die dadurch langfristig auch ohne Subventionierung bestehen können. Auch nach seiner Einführung wurde das EEG erneut mehrfach angepasst, zuerst im Jahr 2004, dann erneut im Jahr 2009 und zuletzt im Jahr 2011. Durch die Novellierungen erfolgten Anpassungen hinsichtlich der Höhe der Vergütung, der juristischen Situation zwischen Stromerzeugern und Netzbetreibern sowie der vorgegebenen Ziele, die in den kommenden Jahrzehnten erreicht werden müssen. Darüber hinaus wurden mit einer Ausgleichsregelung einheitliche Bedingungen und Regelungen bei Engpässen für die Netzbetreiber geschaffen, da die Menge des in das Versorgungsnetz aufnehmbaren Biostroms in erster Regel nicht von den Netzbetreibern selbst, sondern von den jeweiligen regionalen und saisonalen Begebenheiten abhängig sind. Da viele dieser 2011 beschlossenen Neuerungen im Jahr 2012 in Kraft traten, ist die neue Fassung des EEG auch unter der Bezeichnung „EEG 2012“ bekannt.

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