Tarifvertrag

Immer mehr Unternehmen leihen sich daher Mitarbeiter aus, um einen vorübergehenden erhöhten Personalbedarf zu decken. Doch nicht jedes Unternehmen darf einfach so seine Mitarbeiter ausleihen. Um gewerbsmäßig im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung tätig werden zu dürfen, bedarf es einer Genehmigung. Diese unterliegt dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt, kurz AÜG. Dieses wurde im Jahr 1972 verabschiedet und im Jahr 2002 erneuert. Mit Wirkung zum ersten 1. Januar 2003 traten diese Neuerungen unter dem ersten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt in Kraft. Die Neuerungen schränkten vor allem die Möglichkeiten des Arbeitgebers ein, der seine Leiharbeitnehmer nun nicht mehr wiederholt befristen, für nur eine einzige Überlassung einstellen oder innerhalb von drei Monaten wiedereinstellen darf. Zusammen mit dem ersten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt wurden außerdem die Tarifverträge entwickelt, die bei vielen Personaldienstleistern bereits Anwendung finden. Doch ihre Anwendung ist nicht verpflichtend, denn ein flächendeckender Tarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen noch nicht vorgeschrieben. Unter seriösen Personaldienstleistern ist die zusätzliche Regelung des Arbeitsverhältnisses zum Leiharbeitnehmer mittlerweile jedoch üblich.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Tarifverträge in der Zeitarbeit

Auch wenn viele Personaldienstleister ihr Verhältnis zum Arbeitnehmer tarifvertraglich regeln, können hier ganz unterschiedliche Tarifverträge zum Einsatz kommen. Die Staffxperts GmbH hat sich beispielsweise dem BZA/DGB angeschlossen. Ob und welchem Tarifvertrag sich ein Unternehmen einem anschließt, bleibt die Entscheidung des Unternehmens. Alle Tarifverträge unterscheiden sich voneinander ein wenig im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung der Leiharbeitnehmer. Allen Tarifverträgen ist jedoch folgendes gemein: Alle regeln die Höhe des Gehalts, die Zugehörigkeit zu Entgeltgruppen, Sozialleistungen und Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld oder dergleichen. Darüber hinaus werden tarifvertraglich auch die Arbeitszeit sowie die Länge des Einsatzes im Kundenunternehmen geregelt. Auch die Art des Einsatzes wird mit dem Tarifvertrag festgesetzt. Außerdem wird durch den Tarifvertrag ebenfalls der maximale Anfahrtsweg des Arbeitnehmers zum Kundenunternehmen geregelt. Dem Tarifvertrag unterliegen ebenfalls Kündigungsfristen sowie Krankengeld, Sozialversicherungen und der Anspruch auf Urlaub.

Der Tarifvertrag der Staffxperts GmbH

Wie bereits erwähnt kommt bei der Staffxperts GmbH der BZA/DGB zum Einsatz. Mit dieser Abkürzung wird ein Tarifvertrag zwischen dem Bundesverband Zeitarbeit Personaldienstleistungen e.V. (BZA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) bezeichnet. Zusammen mit dem AMP/CGB bildet der BZA/DGB die meistgenutzte Grundlage für die tarifwerklichen Bestimmungen der Zeitarbeitsbranche Deutschlands. Seit der letzten Änderung im Jahr 2010 wird das Tarifwerk durch den Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister, kurz BAP, geregelt, der den Nachfolger der BZA darstellt. Die derzeitig geltende Fassung des Tarifwerks gewährleistet fairste Konditionen für die in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigten Arbeitnehmer, deren Zahl deshalb bereits jetzt schon bei mehr als 100.000 Personen liegt.

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